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werde Licht

Es werde Licht!

Artikel vom:

Nein, wir wollen hier nicht Oberlehrer spielen. Und uns ist auch bewusst, dass gerade unter den sportlichen Radfahrern manche die Beleuchtungsvorschriften der Fahrradverordnung innerhalb der StVO als Bevormundung oder optische „Verschandelung“ empfinden. Stichwort: hässliche Katzenaugen am teuren Mountainbike.

Es ist aber auch eine Tatsache, dass gerade in der dunklen Jahreszeit die Beleuchtungseinrichtungen an Bikes von der Exekutive vermehrt unter die Lupe genommen werden – und es dann immer wieder böse Überraschungen gibt.Es kursiert nämlich gerade im Internet viel Un- und Halbwissen über gesetzliche Beleuchtungsvorschriften – auch, weil die österreichische Verordnung sich von der deutschen in einigen wesentlichen Punkten unterscheidet.
Um diese Missverständnisse auszuräumen: Die wichtigsten Fragen zum Thema „StVO-konforme Beleuchtung am Bike“ (abgesehen von den harten Fakten, die links in den Kreisen stehen) – beantwortet von ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer:

Das Gesetz sieht ja Ausnahmen für sportliche Räder vor. Welche sind das?

Die Fahrradverordnung kennt zwei Fahrradtypen: Rennräder und alle anderen. Für alle, außer Rennräder, gilt das links im Bild Dargestellte – also klarerweise auch für Mountainbikes, sofern sie auf einer öffentlichen Straße bewegt werden. Auf Rennrädern darf tagsüber bei guter Sicht dagegen die gesamte Beleuchtungseinrichtung (Licht und Reflektoren) weggelassen werden. Abends allerdings gilt auch für Rennräder das volle „Arsenal“.

Wie ist ein Rennrad definiert?

Als Rad mit höchstens zwölf Kilo, Rennlenker, äußerem Felgendurchmesser von 630 mm und einer äußeren Felgenbreite von höchstens 23 mm.

Darf ich das Licht mit Akku oder Batterie betreiben?

In Österreich steht die Stromquelle frei (nach deutschem Gesetz müssen alle ihr Licht mit einem Dynamo betreiben).

Was ist mit Stirnlampe und mit Rücklicht am Trikot oder am Rucksack?

Beides reicht nicht. Front- und Rücklicht müssen fest mit dem Rad verbunden sein – wobei Aufstecklichter als „fest montiert“ durchgehen.

Ist Blinklicht erlaubt?

Das Rücklicht darf auch blinkend betrieben werden, das Frontlicht nicht.

Wie überprüfe ich, ob mein Licht die vorgeschriebenen 100 Candela nach vorn und 1 Candela nach hinten liefert?

Das ist eine gesetzliche Absonderlichkeit, die höchstens ein ausgebildeter Physiker mit Spezialgerätschaft überprüfen könnte. Im Gesetz steht erklärend, dass das Frontlicht bei 15 bis 20 km/h 15 bis 20 Meter weit leuchten muss. Das Rücklicht soll aus 100 bis 200 Meter erkennbar sein. In der Praxis sollte man sich die Frage stellen: Erleichtert mir das Frontlicht das Sehen wesentlich oder ist es nur eine Funzel? Letztere wird bei einer Kontrolle sicher beanstandet werden.

Muss ich bei Kauf von Beleuchtungszubehör auf eine Zulassungsnorm achten?

In Österreich nicht, sondern nur auf die Mindestleuchtstärke (die leider kaum einmal in Candela von den Herstellern angegeben wird, sondern eher in Lumen­ oder Lux, was sich aber leider auch nicht einfach umrechnen lässt ...)
Was bei uns manchmal unter „Zugelassen nach K-Nummer“ verkauft wird, bezieht sich auf deutsches Recht und hat juristisch keine Bedeutung, kann in der Praxis aber als ein Qualitätssiegel gewertet werden.

Ich fahre mit Klickpedalen – brauche ich da trotzdem Pedalreflektoren?

Der Gesetzgeber spricht davon, dass eine „gleichwertige Reflektoreinrichtung“ vorhanden sein muss. Ein reflektierender Aufdruck auf der Ferse, wie ihn die meisten Bikeschuhe besitzen, müsste nach Meinung des Juristen Andreas Achrainer reichen. Ausjudiziert ist das allerdings nicht.

Mit welchen Strafen muss ich rechnen, wenn ich nicht StVO-konform unterwegs bin?

Im Extremfall geht der Strafrahmen bis 726 Euro – und es gibt auch einen dokumentierten Fall, in dem ein Radler mit Stirnlampe 150 Euro bezahlen musste. Der Normalfall sind bei kleineren Vergehen und einzelnen fehlenden Teilen Verwarnungen und Bußgelder um 20 Euro.

 

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