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Einfach klassisch: Unterwegs am Donauradweg / Bild: Rad und Reisen / NÖ Tourismus

Einfach klassisch: Unterwegs am Donauradweg

Artikel vom:

„Meistbefahrener Radweg Europas". Dieses Prädikat ist eine Auszeichnung, aber auch ein Fluch: Der Donauradweg mit seinem klassischen Abschnitt von Passau nach Wien schreckt doch viele heimische Hobbyradler davor ab, sich dieser vermeintlichen „Radmassenbewegung" anzuschließen. Aber ehrlich: Kann's ein erfülltes Radtourenleben geben, ohne diesen Klassiker erlebt zu haben?


Bleiben wir einmal schön bei der Wahrheit! Wer euch reindrücken will, dass zwar in den klassischen Urlaubsmonaten Juni, Juli, August am Donauradweg schon etwas mehr los, aber keine Rede von „Massenbewegung“ sei, der ist entweder in dieser Zeit selbst nie dort gefahren – oder er verkauft auch sonst im Sommer Schafwolldecken.
Fakt ist: 300.000 Radfahrer – mehr als auf irgendeinem anderen Radweg in Europa – werden pro Jahr auf dem österreichischen Abschnitt des Donauradwegs gezählt; 60.000 davon radeln die gesamte Strecke von Passau nach Wien (und umgekehrt) – und gut zwei Drittel dieses Pulks rottet sich eben in den klassischen Urlaubsmonaten zusammen. Schließlich kommen 50 Prozent der Donauradler aus Deutschland, dazu immer mehr Amerikaner, Kanadier – und, na klar – Japaner ...
Aber was bedeutet das in der Realität auf einer mehr als 300-km-langen Strecke, die noch dazu oft beidseitig der schönen blauen Donau dahinführt? Fahren die da Kotflügel an Kotflügel? Gibt‘s Schulterrempeln in den Engstellen?
„Natürlich ist von Juni bis Ende August viel los auf diesem einzigartigen Radweg“, sagt Isa Puhr vom Veranstalter „Rad und Reisen“ in Wien, „aber das heißt ja nicht, dass in dieser Zeit eine Riesenschlange an Radlern im Stau dahinkriecht. Das verteilt sich auf alle Tage und über die ganze Strecke, die ja genug Platz bietet. Man kann also unbehindert dahinfahren. Aber eines stimmt sicher: Wer in den Sommermonaten einfach so aufs Geradewohl den Donauradweg fahren will, der muss schon damit rechnen, dass er viel Zeit und Geduld
beim Quartiersuchen braucht. Und auch bei den Servicestellen, falls er eine Panne hat. Denn die Quartiere und die Radwerkstätten sind alle von den organisierten Veranstaltern gebucht.“

FRÜHLING ODER HERBST
Die Schlussfolgerung ist klar, und zwar in zweifacher Hinsicht. Punkt eins: Wer den Klassiker unter den Radwegen ohne den ganz großen Rummel erfahren möchte, weicht mit der Tour eben auf Frühling oder Herbst aus. Was ja in den zu durchstreifenden Landschaften des oberen Donautals, der Schlögener Schlinge, der Wachau, des Strudengaus und wie sie alle heißen auch optisch keinesfalls ein Nachteil ist.
Und Punkt zwei: In jedem Fall empfiehlt es sich, diese Donautour im Paket zu buchen. Soll heißen: Du radelst – allesandere überlässt du den Profis! Die sorgen nämlich nicht nur für die reservierten Zimmer und den Platz beim Abendessen, sondern ersparen dir unnötigen Ballast, weil sie jeden Tag dein Gepäck zum nächsten Etappenziel bringen. Und die Rückfahrt mit der Bahn zum Ausgangspunkt in Passau ist da im Paket auch schon dabei.
Keine Sorge: Wer sich einem Veranstalter anvertraut, muss deswegen nicht in der Gruppe radeln! In wie viele Etappen du deine Gesamttour zerlegst, wie lange du an einem Tag ins Ziel brauchst, wieviel Abstecher und Sehenswürdigkeiten du einbaust, das entscheidet jeder für sich und nach Lust und Laune der mitradelnden Familie oder Radfreunde. 

DER JAKOBSWEG DER RADLER
Ein Tipp noch: Wer wirklich Zeit hat, hängt noch die Strecke nach Bratislava an – oder legt retour eine romantische Donauschifffahrt von Wien nach Passau drauf. Sozusagen als „i-Tüpferl“ auf einer Radtour, die – klammert man einmal die Nachteile einer Massenbewegung aus – ja nicht von ungefähr zum „Jakobsweg der Hobbyradler“ geworden ist. Weil sie eben mitten durch eine sagenhafte (und sagenumwobene) Kulturlandschaft führt.


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