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Dein neuer Coach: Fit mit Christoph Sumann - Teil 2 / Bild: Red Bull

Dein neuer Coach: Fit mit Christoph Sumann - Teil 2

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7 Olympia- und WM-Medaillen, 9 Weltcupsiege – so eindrucksvoll liest sich Christoph Sumanns Bilanz im Biathlon-Weltcup. Seit letzten Frühling ist der Spitzensportler Geschichte, gibt es „Sumi“ als Freizeitsportler – und ab der ersten Ausgabe 2015 als prominenten ständigen Ratgeber und Coach für die SPORTaktiv-Leser/-innen! Hier geht es zu Teil 1 des Artikels ...


Warum das mit dem SPORTaktiv-Ratgeber Christoph Sumann jetzt auch so gut passt: „Sumi“ ist nunmehr einer von uns (Freizeitsportlern), der nicht mehr um olympisches Edelmetall fightet, sondern bei Triathlons, Radmarathons und Laufbewerben mitten im Feld seine Kämpfe ausficht – mit so banalen Dingen wie Muskelkrämpfen und im Clinch mit dem inneren Schweinehund.
Das letzte Großereignis: Bei Olympia 2014 in Sotschi gewann Sumi mit 38 noch einmal Edelmetall! Der Rücktritt nach der Olympiasaison stand da schon fest. / Bild: GEPAHeuer war er neben dem Ironman auch beim Race Around Austria in einem Promi-Sportlerteam mit Benjamin Karl, Andreas Goldberger und Axel Naglich dabei. Die vier radelten abwechselnd 67 Stunden nonstop rund um Österreich. Auch den Wachaumarathon ist Sumann mitgelaufen, machte den Pacemaker und Motivator für Ehefrau Katrin. Pläne für die Zukunft gibt es ebenfalls schon genug: Ötztaler Radmarathon, Salzkammergut-Trophy, Crocodile Trophy, Cape Epic oder Wasalauf spuken als mögliche Ziele in Sumis Kopf herum – „wobei ich noch nicht weiß, wann ich welchen Event zeitlich unterbringe. Aber eines ist sicher: Ich brauch immer irgendeine Herausforderung, auf die ich hintrainieren kann.“ Sumis SPORTaktiv-Beiträge 2015 werden deshalb garantiert auch von seinen Erlebnissen bei diversen Hobbyrennen – und seiner Vorbereitung darauf handeln.

DAS LAUFEN KAM ZU KURZ
Dass er aus einem Erfahrungsschatz von zwei Jahrzehnten Leistungssport schöpfen kann, heißt natürlich nicht, dass er nicht ständig dazulernt. Und dass ihm keine Fehler passieren, wie ja sein Ironman-Debüt beweist. Also gleich eine erste Analyse: Was ist schief gelaufen beim Ironman? „Abgesehen davon, dass ich zu schnell weggelaufen bin, hab ich vom Langlaufen her nicht unbedingt die passende Läuferstatur, bin zu muskulös und schnellkräftig. Da ist die Stoßbelastung relativ hoch, und das hat man am Ende dieses Extrembewerbs ge merkt. Auf den Punkt gebracht: Das Trainingsmittel Lauf ist bei mir eindeutig zu kurz gekommen.“

AUS FEHLERN LERNEN
Und damit sind wir eigentlich schon mittendrin im Coaching für unsere Leser/-innen – sozusagen im Prolog für die Serie, die dann im Februar startet. Fehler, wie sie im Sport passieren, macht jeder – auch der Spitzenmann. „Die Frage ist nur“, sagt Sumi, „was man daraus macht und lernt! Auch als Biathlon-Nationalteam haben wir immer wieder viel Blödsinn trainiert – wie alle anderen auch. Aber das ist eben das Wesen des Sports: Es gibt keinen goldenen Weg zum Erfolg. Jeder muss seinen eigenen Weg auf eigene Weise finden – und aus den gemachten Erfahrungen lernen.“ Und zwar aus den eigenen, aber genauso kann man aus den Erfahrungen anderer die für sich richtigen Schlüsse ableiten. „Auch in einem Nationalteam gibt es keine zwei Sportler, die genau das selbe trainieren“, präszisiert Sumann.
„Auch der ehrgeizigste Hobbysportler muss einsehen, dass es in jedem Trainingssystem Rückschläge geben wird. Auch als Spitzensportler haben wir am Ende jeder Saison diskutiert, was gut und was schlecht gewesen ist. Wichtig ist es, sich Fehler einzugestehen und den Mut zur Veränderung aufzubringen. Auch den Mut, Ratschläge von anderen mit mehr Erfahrung anzunehmen und sie auszuprobieren. Ich hab viele Megatalente gesehen, die leider unbelehrbar waren – und aus diesem Grund letztlich gescheitert sind.“
Falls jemand also im SPORTaktiv-Coach Christoph Sumann einen „Wunderwuzzi“ erwartet, der einfach ein Patentrezept aus dem Spitzensport parat hat, das sich der Freizeitsportler überstülpt und damit dann erfolgreich ist, den müssen wir leider enttäuschten. So ein simples Rezept gibt es nämlich nicht. Was man sehr wohl versprechen kann: Dass sich jeder Einzelne viele brauchbare Tipps aus Sumis Gedanken und Geschichten ableiten kann. Und dass Sumanns begeisternde, positive Einstellung zum Sport auch in seiner Kolumne stets rüberkommen wird.
Nur ein Beispiel, das diese positive Einstellung gut widerspiegelt: „Angeblich schlechte äußere Bedingungen bei einem Wettkampf haben mich immer eher angespornt, weil ich gewusst habe, dass viele meiner Konkurrenten dann schon innerlich schlecht drauf sind und mit den Verhältnissen nicht zurechtkommen. Wenn man es sich allerdings im Training einmal angewöhnt, bei Sonne, Regen und Schnee, Hitze und Kälte mit gleichem Einsatz und Freude bei der Sache zu sein, dann ist es nach kurzer Zeit überhaupt kein Störfaktor mehr, sondern im Gegenteil: Es motiviert dich!“

MOTIVATIONSFAKTOREN
Drängt sich beim Stichwort „Motivation“ noch die Frage auf: Christoph, woher nimmst du generell die Motivation zum Sport? „Ganz unterschiedlich. Im Moment ist es zum Beispiel die Vorstellung, jetzt nach Karriereende so rund zu werden wie mancher ehemalige Biathlon-Kollege – nein, im Ernst: Ich bin es gewohnt, dreimal am Tag gut zu essen, Kaffee und Kuchen gehören auch dazu. Das ist eine Form von Lebensqualität, die ich mir so lang wie möglich erhalten möchte. Und das geht eben nur, solange ich im Sport genügend Kalorien verbrenne.“
Weil schon der Biathlon-Weltcupzirkus angesprochen wurde: Die „ Biathlonfamilie, so abgedroschen das auch klingt, die gibt es wirklich“, sagt Sumann. Und Teamgeist ist auch für den Einzelsportler ein ganz starker Antrieb. „Die Staffel war immer mein Lieblingsbewerb. Oder auch beim ‚Race Around Austria‘ – das war eine super Truppe, und auch so eine tolle Teamgeschichte. Eine Gemeinschaft empfinde ich absolut motivierend, das gilt genauso in sogenannten Einzelsportarten.“
Noch ein Punkt, von dem sich Freizeitsportler gleich etwas abschauen können: „Mir hat es immer getaugt, neue Sachen auszuprobieren, Grenzerfahrungen in anderen Sportarten zu sammeln. Deswegen bin ich auch 2001 vom Langlaufen zum Biathlon gewechselt. Das Ausprobieren und Experimentieren unterschiedlicher Sportarten und Trainingsmittel ist ja im Leistungssport nur bedingt möglich, weil alles auf den Endzweck Leistung ausgerichtet ist – aber umso mehr freu ich mich jetzt auf die Zeit und die neue Freiheit als Freizeitsportler.“
Wir freuen auch uns mit Sumi – und schon auf seine erste SPORTaktiv-Kolumne im Februar 2015!


Christoph Sumann / Karikatur: Petar PismestrovicCHRISTOPH SUMANN IM KURZPORTRÄT
Geboren: 19. Jänner 1976
Wohnort: Frojach (St)
Familienstand: verheiratet mit Katrin, 2 Kinder

GRÖSSTE ERFOLGE 
BIATHLON:
3 Olympiamedaillen 
– 2 x Silber (Verfolgung und Staffel) 2010, 1 x Bronze (Staffel) 2014.
4 WM-Medaillen: 2 x Silber (Massenstart und Staffel) 2009, Bronze (20 km Einzel) 2011, Bronze (Staffel) 2005.
Weltcup: 5 Einzelsiege (2 x 2009, 2 x 2007, 1 x 2001), 4 Staffelsiege (2 x 2009, 1 x 2008, 1 x 2001).
1. Platz Einzelweltcup 2009/10,
2. Platz Gesamtweltcup 2009/10

GRÖSSTE ERFOLGE LANGLAUF:
WM-Neunter im Sprint 2001,
2 x 4. Plätze im Weltcup 1998


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