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Baggern Beachboys

Baggern wie die Beachboys

Artikel vom:

An den berühmten Stränden von Kalifornien, wie jenem von Santa Monica, wurde schon in den 1920er-Jahren Beachvolleyball gespielt. Da ist es  eigentlich erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis es sich bei uns durchgesetzt hat – denn der Funfaktor ist bei dieser Sportart nicht nur für die Profis, sondern auch für die Freizeitspieler/-innen riesengroß. Und mittlerweile gibt es kein Halten mehr: Plätze mit original Beachsand sind heute nicht nur an Seen und in Freibädern, sondern auch in den Städten und sogar in vielen kleinen Gemeinden Österreichs allgegenwärtig.

Also: Nix wie raus und losspielen? Das ist zweifellos eine gute Möglichkeit. Noch besser ist es, auf den Rat von echten Profis zu hören, denn wer sich in seinem Spiel verbessert, hat eindeutig noch mehr Spaß an der Sache. Wir haben Österreichs bestes Beachvolleyball-Duo Flo Gosch und Alex Horst um ihre „Top-10“-Tipps für alle Hobbyspieler gefragt:

 

1. Immer Aufwärmen!

Aufwärmen, wenn es draußen 30 Grad hat? Klar, denn die Muskulatur ist ja trotzdem „kalt“ – und Beachvolleyball eine Sportart, in der schnelle und kräftige Bewegungen von den ersten Sekunde weg gefordert sind. Da ist eine Verletzung schnell passiert. Flo Gosch zieht vor Matches immer ein 30-Minuten-Aufwärmprogramm durch. Das braucht freilich kein Hobbysportler zu machen, die „Kurzvariante“ reicht: Fünf Minuten Einlaufen, fünf Minuten „dynamische Schwunggymnastik“ für den Oberkörper, besonders für die Schulterpartie, und anschließend noch ein paar schnelle Sprintübungen – dann bist du ready für den Ball.

 

2. Schlag taktisch auf

Gerade, wenn ein Match auf des Messers Schneide steht, lassen sich Hobbybeachvolleyballer gern zu riskanten, festen Harakiri-Aufschlägen hinreißen. Speziell in solchen Situationen ist aber ein sicherer, dafür gut platzierter Aufschlag die bessere Variante. „Husband and Wife“, die Zone genau in der Mitte zwischen den beiden Gegnern, ist als Zielgebiet für den Aufschlag immer unangenehm, weil die beiden Gegner sich oft nicht einig sind, wer für den Ball zuständig ist. Noch etwas: Einen Sprungaufschlag muss man als Hobbyspieler nicht unbedingt beherrschen ...

 

3. Spiel variantenreich

Auch wenn du einen „Lieblingsschlag“ hast: Auf Sicht gesehen ist es effektiver, wenn sich die Gegner erst gar nicht auf dein Spiel einstellen können. Spiel mal kurz, mal lang, mal diagonal und mal entlang der Linie. So, dass du für den Gegner nicht ausrechenbar bist. Und behalte dabei immer die Gegner im Auge, richte deine Schläge nach ihrer jeweiligen Position aus. „So kann man auch technisch stärkere Spieler ganz schön ärgern“, sagt Flo Gosch.

 

4. Mit Schwung, nicht mit Kraft

Harte Schläge kommen nicht durchs ­wilde „Draufdreschen“ auf den Ball zustande, sondern vor allem durch eine technisch sauber ausgeführte, runde Bewegung. Das Handgelenk sollte locker sein, wenn es den Ball trifft, und dabei die Hand wie eine Peitsche über den Ball klappen. Übe deine runde Schlagbewegung immer wieder – und zwar am besten, indem du dir den Ball selbst hochwirfst und schlägst.

 

5. Lieber ohne Block

Das Spiel mit Block, das man bei den Profis sieht, ist schwierig. „Für den Hobbybereich ist die Defensivvariante ohne Block erfolgversprechender“, weiß Alex Horst, der Defensivspezialist von Österreichs Nummer-1-Duo. Einer verteidigt­ die linke Platzhälfte, einer die rechte – und wieder gilt: Den Gegner hast du immer im Auge! „Meist lässt sich schon aus der Spielsituation mit ein wenig Erfahrung gut erahnen, wohin der Gegner den Ball spielen wird. Dann kann man sich schon vor dem eigentlichen Schlag des Gegners eher nach vorn oder nach hinten orientieren“. Noch ein Hinweis zur Defensive: Gewöhn es dir ab, den Ball schon mit den Händen „in Baggerposition“ zu erwarten. Das stört dich nur beim Lossprinten.

 

6. Gib auch Bälle auf

Und wenn du dich doch verschätzt hast? Kein Problem – das Beachvolleyballfeld ist für zwei sehr groß, oft ist es sogar für die Profis einfach unmöglich, einen sehr gut gespielten Ball zu erwischen. Lauf also nicht unnötig hin – das kostet nur Kraft, die du besser einsetzen kannst.

 

7. Konzentration und Disziplin

Oft zu beobachten: Wenn Hobbypieler müde werden, geht zuerst die taktische Disziplin flöten. Sprich dich in solchen Situationen immer wieder mit deinem Partner ab, erinnert euch gegenseitig daran, was ihr ausgemacht habt.

 

8. Trainiere nicht nur mit dem Ball

Technik und Taktik sind beim Beachvolleyball nicht alles. Wer über eine starke Grundlagenausdauer, über viel Schnellkraft, über Balancegefühl und über eine starke Körpermitte verfügt, hat gleich viel bessere Voraussetzungen. An all diesen Elementen kannst du mit verschiedenen Sportarten arbeiten. Florian Goschs Spezialtipp: „Nicht ‚Muskelberge‘ sind für Beachvolleyballer entscheidend, sondern vor allem die kleinen, tief liegenden Muskelgruppen. Die kann man zum Beispiel gemeinsam mit der ebenfalls wichtigen Koordination perfekt mit einem Balance-Board ­trainieren.“

 

9. Spiel bei einem Turnier mit

Egal, wie gut du spielst: Ein Hobby-Beachvolleyball-turnier ist eine Riesengaudi und du kannst eine Menge in den Matches und durch den Austausch mit anderen Spielern lernen. Auch den anderen beim Spielen zuzusehen, kann dich vor allem in Sachen Spieltaktik  ­weiterbringen.

 

10. Übe mit echten Profis

Viele, die das Spiel wirklich beherrschen, geben ihr Wissen und ihr Können in eigenen „Beachcamps“ an Hobbyspieler/-innen weiter. Sogar Flo Gosch und Alex Horst sind immer wieder in solchen Camps zu Gast (auch wenn die Termine für heuer noch nicht feststehen). Diese mehrtägigen Veranstaltungen finden meist an echt traumhaften Plätzen in Österreich genauso wie am Meer statt, sind pauschal inklusive Hotelaufenthalt buchbar und bringen nicht nur Spaß, sondern auch spieltechnisch eine Menge.

 

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