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Arbeit und Fitness: Betriebliche Gesundheitsförderung / Bild: Shutterstock

Arbeit und Fitness: Betriebliche Gesundheitsförderung

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Von Anfang an ... Betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht bloßer Selbstzweck. In einem Arbeitsklima, in dem man sich wohlfühlt, ist man auch produktiver. Arbeit und Fitness passen also sehr gut zusammen. Klingt logisch, ist es auch.


Kaum ein Begriff steht in der heutigen Arbeitswelt so im Zentrum wie Leistungsfähigkeit.Diese langfristig zu erhalten bzw. zu verbessern ist Teil jeder modernen Unternehmensstrategie. Das Mittel zum Zweck nennt sich Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). In Österreich befassen sich verschiedene Institutionen mit demThema. Die gemeinsame Plattform von Sozialpartnern und Versicherungen mit dem Namen „Österreichisches Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung“ besteht bereits seit dem Jahr 2000 und verfügt mittlerweile über Standorte in allen Bundesländern.
Werden die Ziele von BGF in einem Unternehmen erreicht, profitieren Arbeitnehmer, Arbeitgeber und letztendlich die Allgemeinheit von weniger Krankheitsfällen und einem verbesserten Betriebsklima. Die Maßnahmen, mit denen Arbeitnehmer entlastet werden sollen, sind vielfältig und reichen vom gezielten Abbau von übermäßigen Belastungen über die Verbesserung der Kommunikation und des Betriebsklimas bis hin zu Schutzmaßnahmen und aktiver Förderung der Gesundheit im Unternehmen. Heraus kommt eine klassische Win-win-Situation. Von Stress und Angst befreit, sind Mitarbeiter motivierter, was gleichsam eine höhere Produktivität und weniger Krankenstände zur Folge hat.

LANGFRISTIGER NUTZEN
Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit von BGF und auch in Unternehmen ist man spätestens nach der Durchsicht der Bilanzen voll überzeugt. Ging man vor etwas mehr als zehn Jahren noch von einem Return on Invest von 1:3 aus, sprechen Experten heute von Werten von 1:5 und darüber. Das bedeutet, dass für jeden investierten Euro Einsparungen von 5 Euro, in manchen Fällen sogar deutlich mehr stehen. Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings, dass BGF nur längerfristig funktionieren kann und dass grundlegende unternehmerische Haltungsänderungen vonnöten sind, um gewünschte Ziele zu erreichen. Gesunde Mitarbeiter sollten dabei prinzipiell nicht als Kosten-, sondern als Erfolgsfaktor gesehen werden.

PLANUNG UND EVALUIERUNG
Die Umsetzung von Betrieblicher Gesundheitsförderung in einem Unternehmen muss genauso sorgfältig projektiert und umgesetzt werden wie ein normaler Arbeitsprozess. Am Beginn steht dabei die Projektplanung mit der Bildung eines passenden Teams, das für die Umsetzung der vereinbarten Ziele verantwortlich ist. Bei der Formulierung der Ziele und des Budgetplans sollte unbedingt geklärt werden, welche Förderungen in welchem Ausmaß zur Verfügung stehen. Kommunikation
steht dabei an der vordersten Stelle: Mitarbeiter sollen von Anfang an darüber informiert werden, was geplant ist und mit welchen Veränderungen sie kurz- und langfristig rechnen können. 
Bei der Analyse des Ist-Zustands, aber auch dertatsächlichen Umsetzung von BGF können Unternehmen die Hilfe des „Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung Österreich“ in Anspruch nehmen. Die von der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse koordinierte Service-Plattform unterhält Kontaktstellen in allen neun Bundesländern und hat zudem mit der AUVA, der SVA, dem Hauptverband und vielen anderen noch überaus starke Partner an Bord.

VERANTWORTUNG UND NUTZEN
Die Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter, früher in vielen Familienunternehmen fast eine Selbstverständlichkeit, zählt heute in größeren Betrieben zu dem Bereich Corporate Social Responsibility (CSR). Wer die Arbeit im Bereich CSR als bloße Imagekampagne abtut, übersieht den Nutzen, den die Verbesserung des Arbeitsklimas für jeden einzelnen Mitarbeiter und in weiterer Folge für das gesamte Team bringt. Abläufe und Prozesse werden dabei im Betrieb so gestaltet, dass alle Mitarbeiter sicher ihren Aufgaben nachgehen können und ihre Gesundheit dabei in keiner Weise beeinträchtigt wird.
Als durchaus effiziente Methode für die klare Benennung von Verbesserungspotenzialen hat sich die Einbindung des gesamten Teams etabliert. So können oft auch heikle Themen angesprochen und konkrete Lösungsvorschläge vorgebracht werden. Nicht zu unterschätzen ist dabei wieder die Vorbildwirkung von Führungskräften für die gesamte Belegschaft.
Ein weiterer wichtiger Aspekt von funktionierender BGF ist das konsequente Vorleben von Werten wie Gesundheit und Fitness im Arbeitsalltag. Ohne jemandem Vorschriften für die Freizeitgestaltung zu machen, kann beispielsweise ein Gesundheitszirkel am Arbeitsplatz das Bewusstsein in diese Richtung weiter schulen und motivieren, auch jenseits des Arbeitsplatzes einen aktiven Lebensstil zu pflegen. Neben Kernthemen wie Ernährung und Bewegung sollten außerdem Aspekte wie Alkohol und Tabakkonsum sowie Übergewicht und deren negativen Folgen klar angesprochen und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.
Viele Unternehmen haben bereits von den Vorteilen Betrieblicher Gesundheitsförderung profitiert. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist auch in Ihrem Unternehmen eine Investition, die sich auszahlt.

UNSICHTBARE PROBLEME
Im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung wurde psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren immer größere Aufmerksamkeit geschenkt. Wichtiges Fazit: In Bezug auf gravierende psychische Probleme muss von allen Beteiligten ein ganzheitlicher Lösungsansatz gefunden werden. Das bedeutet, dass Krankheiten wie Depressionen oder Burnout meist nicht alleine mit übermäßigem Stress bei der Arbeit zu erklären sind. Oft spielen noch ganz andere persönliche Faktoren wie familiäre Belastungen, laufende Kredite bzw. Verschuldung eine nicht unwesentliche Rolle. Natürlich können gewisse Umstände wie ein schlechtes Betriebsklima Burnout-Fälle begünstigen, in der Regel summieren sich bei den Betroffenen eine Vielzahl an Belastungen.
Allgemeiner Stress ist heute als gesellschaftliches Problem nicht mehr wegzudiskutieren. Umso wichtiger ist es, seinen Mitarbeitern ein offenes Ohr und Verständnis entgegenzubringen.

GEMEINSAM FIT
Für Arbeitgeber, die das Thema Prävention ernst nehmen möchten, empfiehlt sich daher nicht nur eine grundlegende Beratung und ein auf den Betrieb maßgeschneidertes Programm. Auch scheinbar kleine Maßnahmen können die Stimmung am Arbeitsplatz und somit die Produktivität insgesamt erheblich verbessern.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das regelmäßige gemeinsame Joggen von Führungskräften und Mitarbeitern. Auf diese Weise können zwanglose Besprechungen abgehalten werden, während man so auch seine Kollegen besser kennenlernt und gleichzeitig etwas für die persönliche Fitness tut.


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