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Abenteuer Crocodile Trophy

Abenteuer Crocodile Trophy

Artikel vom:

Von 18.-27. Oktober 2011 findet das härteste Mountainbike-Rennen durch die australische Wüste statt. Die legendäre Crocodile Trophy. Nur die härtesten und zähesten unter den Athleten schaffen es, diese Tour zu bewältigen. Crocodile Trophy bedeutet 10 Tage purer Kampf gegen die Wildnis.

Christoph Sokoll und Josef Benetseder, zwei der besten Straßenprofis Österreichs, nehmen die Herausforderung nach einer langen Saison an und tauschen ihr übliches Arbeitsgerät mit einem brandneuen eybl Solution Mountainbike!
Als “Team eybl” gehen sie an den Start der Crocodile Trophy 2011.

Von ihren Vorbereitungen auf das härteste Mountainbike-Rennen der Welt, ihrer Teilnahme und den Erlebnissen bei der Crocodile Trophy erfährst du laufend direkt aus Australien auf diesem Link zum eybl-Blog (Klicke einfach auf das Poster).

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Crocodile Trophy: Eine Lokomotive des eybl Expresses steht noch unter Dampf
Crocodile-Trophy-Tag-10

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Trotz Abschürfungen und Prellungen an Schulter und Knie wurde Beni heute bei der letzten Etappe der Crocodile Trophy hervorragender Zweiter. Wieder Zweiter, schon zum dritten Mal. Diesmal nur geschlagen vom Dominator der Crocodile Trophy, Jerome Bowlen aus Holland. Gesamt wurde Beni Dritter.

Die Crocodile Trophy und ein letzter Kraftakt für Beni und mich

Unglaublich, mit welcher Bilanz wir von dieser Crocodile Trophy nach Hause reisen. Doch als heute früh um 6 Uhr der Wecker läutete, dachte ich zuerst, ein Monstertruck hätte mich überollt.

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Alles tat weh vom Sturz gestern, und auch ein Blick zu Beni reichte, um zu sehen, dass es ihm auch nicht besser erging. Er kroch aus dem Bett wie ein 70-Jähriger. Umso höher ist seine Leistung heute einzuschätzen.


Für mich stand die Etappe unter dem Motto

„Durchkommen ist alles“. Umso erstaunlicher war es, dass ich bis 25 Kilometer vor dem Ziel mit der ersten Gruppe mitrollte, wo das Tempo zum Glück nicht allzu hoch war. Jedoch konnte ich teilweise nur mit einer Hand lenken und jeder Kieselstein am Boden machte sich bei meinen Rippen bemerkbar. Nach dem offiziellen Zieleinlauf ging es noch neutral 50 Kilometer nach Cooktown, wo eine Fahrerparade stattfand.

Crocodile Trophy geschafft!

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Wir haben es also geschafft, zwar nicht ganz fit, abererfolgreich und glücklich sind wir in Cooktown einmarschiert. Unsere Körper sind aber mit Schotterausschlägen übersät und es sieht aus, als ob wir von einer Kriegsschlacht zurückkehren würden. Nach der Fahrerparade war ich noch im Hospital von Cooktown, um mich röntgen zu lassen. Zum Glück ist nichts gebrochen, sondern nur extrem verstaucht. Das Krankenpersonal kannte mich sogar noch vom letzten Jahr. Heute Abend steht dann die After-Race-Party an. Und wenn wir uns schon die ganze Crocodile Trophy über ganz vorne gezeigt haben, werden wir auch bei dieser „Nachtetappe“ heute voll angreifen. Ein ausführlicher Bericht über die Party sowie ein Fazit der Crocodile Trophy folgt morgen, wenn wir wieder in Cairns sind.

 

Crocodile Trophy Stage 9 – der Abwurf

 

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Man soll den Tag den nicht vor den Abend loben! Bei der Crocodile Trophy wird das Seven Summits Zelt heute ein Lazarett! Gestern Abend stand noch ein kleine Videopräsentation über die vergangenen acht Etappen an. Da merkte man erst wie lange man schon unterwegs war, wie viel man schon erlebt hat. Danach gingen Beni und ich noch zum Fluss, Krokodile schauen. Nachts leuchten ihre Augen schon von Weitem. Aber auch in unmittelbarer Nähe von uns haben wir ein paar entdeckt, weshalb wir wieder schnell davongelaufen sind.

Vor dem Start war alles noch in Ordnung

Heute stand dann eine 150 Kilometer Etappe an, wobei die letzten 80 über Sandpassagen führte. Die ersten Kilometer liefen gewohnt ab, sehr schnell, eine Vier-Mann-Gruppe rollte davon. Aber alles war kontrolliert, auch von uns, dem Eybl-Express. Beni und ich fühlten uns heute sehr gut. Unsere Gruppe umfasste ca. 20 Leute. Immer wieder waren Löcher und Rillen in der Straße. Nach 20 Kilometer kam der vor mir fahrende Biker in eine solcher Rille. Ich konnte nicht reagieren und streifte bei ca. 40 km/h sein Hinterrad und hob über den Lenker ab. Ich überschlug mich ein paar mal und die hinter mir fahrenden Teilnehmer rauschten auf mich zu und knallten, als ich schon am Boden lag, in mich hinein.


Beim Depot 1 ging's zum Arzt

Sofort merkte ich, dass ich auf Schulter und Rücken gefallen war. Ich war nicht sofort bei Luft und schon schossen mir die Gedanken vom letzten Jahr durch den Kopf. Nach ein paar Minuten erholte ich mich wieder von dem Schock, checkte mich ab, bemerkte, dass der kleine Finger und die Rippen sehr weh tun. Ich fuhr weiter, bis zum ersten Depot. Der Rennarzt dort, checkte mich. Erste Diagnose: Alles schwer geprellt. Auch ich dachte, oder besser hoffte, dass es nur Prellungen waren.

Die Crocodile Trophy und die neunte Etappe unter Schmerzen

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Die nächsten 60 Crocodile Trophy-Kilometer waren kein Problem. Die Schotterstraße war gut. So spürte ich meine Prellungen an den Rippen nicht. Aber die letzten 60 Kilometer ins Ziel waren eine ähnliche Tortur für Kopf und Körper, wie im letzten Jahr. Ein Sandloch nach dem anderen, wo ich schieben musste oder, wenn kein Sand, dann war es eine Rumpelpiste durch den Wald.

Der Finger tat wirklich höllisch weh und so musste ich teilweise nur mit dem linken Arm lenken. Zum Glück waren Martin, ein Österreicher der in Sydney lebt, und ein Belgier bei mir und unterstützen mich auf meinem zweiten Leidensweg bei der Crocodile Trophy. Dass mein fünfter Gesamtplatz dahin war, war und ist mir relativ egal. Meinen Etappensieg auf der sicherlich schwersten Etappe der Crocodile Trophy nimmt mir keiner. Genau diese Momente des Triumpfes gingen mir heute die ganzen acht Stunden, die ich gebraucht habe, durch den Kopf.

Christoph beim Crocodile Trophy Arzt

Jetzt wo ich es ins Ziel der neunten Etappe bei der Crocodile Trophy geschafft habe, ging’s noch einmal vom Arzt. Er bleibt dabei, dass alles schwer geprellt ist. Geduscht, freu ich mich morgen ins Ziel nach Cooktown zu rollen. Die Etappe ist nur kurz und die Straßen gut. Also werde ich es schon irgendwie dort hin schaffen. Danach werde ich noch einmal ins Hospital gehen zum Röntgen. Denn wo wir heute schlafen ist wirklich, außer ein paar Bäumen, gar nichts. Leider hat es heute auch Beni bei einer Abfahrt hingehauen. Er ist ähnlich aufgeschürft wie ich, seine Schulter ist ebenfalls schwer geprellt und auch sein Bike ist ziemlich kaputt. Das Oberrohr ist angebrochen und so hoffen wir, dass es morgen noch hält. Nachdem Urs Huber ausgestiegen ist, und Mike Muljens wieder technische Probleme hatte, ist Beni nun trotzdem Gesamt-Dritter. Wenigstens eine erfreuliche Nachricht an einem besch…eidenen Tag wie heute. Aber es hätte auch noch schlimmer kommen können. Die Nacht heute wird sicherlich nicht angenehm, aber die Gedanken an eine ordentliche Dusche und saubere Kleidung morgen, lassen uns unser Lächeln zurück bringen.

Crocodile Trophy Tag 8 – oder wenn’s laft, laft´s

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Fast hätten wir heute wieder eine Etappe der Crocodile Trophy abgeschossen. Beni wurde im Sprint einer Dreier-Gruppe hervorragender zweiter. Nachdem wir gestern natürlich meinen Sieg beid er sechsten Etappe der Crocodile Trophy ein bisschen gefeiert hatten, waren die ersten Kilometer bei wiederum brütender Hitze kein Vergnügen. Obwohl die Etappe „topfeben“ war, machten uns die Corrugations (Wellblechhügel) ziemlich zu schaffen. Mann kann das mit dem kopfsteinpflaster in belgien oder frankreich zu schaffen. Durch das Tempo von Urs Huber wurde die Gruppe immer kleiner und kleiner.

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Zieldurchfahrt mit Beni als zweiten

Wir hielten uns dieses Mal vornehm zurück und waren heute 86 Kilometer lang Passagiere im Expresszug des Schweizers.  Wir hatten vereinbart, dass wir abwechselnd attackieren auf den letzten Kilometern und Beni zog bei der Drei-Kilometer-Marke mit einem Australier und einem Belgier auf und davon. Da bei uns in der verbliebenen Gruppe nicht mehr schnell gefahren wurde, freute ich mich schon auf Beni´s Siegesfeier im Ziel.

 

Bei Etappe 8 der Crocodile Trophy ist knapp daneben leider auch vorbei


Leider hat Beni den Sprint zu früh angefangen und wurde so noch von dem Belgier überholt. Trotzdem ist der zweite Platz einer Etappe bei der Crocodile Trophy Wahnsinn. Ich habe mich mittlerweile wieder in irgendeinen Versorgungstruck zurückgezogen, denn draußen hat es knapp 40°C im Schatten. Jetzt werde ich noch meine Isomatte rausholen, mich unter irgendeinen Baum legen und den Schlaf der letzten Nacht nachholen. Gesamt sind wir weiterhin vierter und sechster. Morgen folgt dann noch einmal eine Hammeretappe über knapp 150 Kilometer. Auch 50 Kilometer Sandpassagen sind dabei, also wird es für uns ganz, ganz schwer mit den Topleuten vorne mitzuhalten. Aber wir werden natürlich auch weiterhin alles geben, obwohl wir schon viel, viel mehr erreicht haben, als wir uns vorher erträumt hätten.


Crocodile Trophy: Sensation perfekt – Etappensieg für Christoph Sokoll
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Der Kreis hat sich geschlossen! Tag 7 und ich sag nur eines: “Etappensieg an meiner Schicksals Etappe bei der Crocodile Trophy 2010?!Genau auf dieser Etappe der Crocodile Trophy vor einem Jahr, von Mt. Mulgrave nach Laura, 152 Kilometer wo es ständig rauf und runter geht, mit vielen Flussdurchfahrten und gefährlichen Passagen, habe ich letztes Jahr mein Schlüsselbein und vier Rippen gebrochen, und mir einen drei Zentimeter großen Pneumothorax zugezogen. Natürlich schossen mir diese Momente am Start um 8:00 Uhr morgens durch den Kopf.


Crocodile Trophy: Start zur Etappe 7

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Doch noch mehr Sorgen als die Strecke machten mir meine Beine. Als ich heute morgens um 6:00 Uhr aufstand, dachte ich ein Lkw hatte mich fünf Mal überfahren. Unterwegs und nach knapp 5 Kilometern, wo meine Beine noch hart wie Granit waren, gingen mal wieder Hulsmans und Hasi ans attackieren. Ich weiß nicht warum, aber ich stiefelte hinterher. Dann schlossen der starke Belgier Mike Muljens und eine Australischer Biker auf. Wir hatten schnell zwei Minuten Vorsprung, aber es waren ja noch 140 Kilometer ins Ziel. Und um neun Uhr zeigte mein Tacho schon 39°C an.

Eine der vielen Wasserduchfahrten

Bei Kilometer 23 war es dann soweit, mein verhängnisvoller Billabong wartete! Ich fuhr, nein ich trug das Bike darüber und mir fiel ein Stein vom Herzen als er passiert war. Wir fuhren ständig mit 2-3 Minuten Vorsprung, vor einer Acht-Mann starken Verfolgergruppe her. Mal harmonierten wir gut, mal weniger. Ich fühlte mich aber von Kilometer zu Kilometer immer stärker. Dass wir aber eine Chance haben würden, durch zu kommen dachte ich nicht. Mein Motor lief dann richtig auf Hochtouren, ich fühlte mich so Bärenstark und auch die Hitze machte mir gar nichts aus. Bei Depot 3 (Kilometer 90) hatten wir dann schon 43°C. Nach und nach fingen meine Mitstreiter an zu Schwächeln. Immer wenn ich aufs Tempo drückte, ging sofort ein Loch auf und so musste ich immer warten, denn ich wusste ich brauche sie noch. Denn die letzten 20 Kilometer nach Laura sind eine einzige Wellblechpiste.

Christoph führt das Feld bei der Crocodile Trophy an

Nach dem letzten Depot attackierte, warum auch immer, Kevin Hulsmans und der Australier riss ab. Ich, Hasi und Mike fuhren mit ein bisschen abstand hinter Kevin her. Wir ließen in sozusagen verhungern. Nach und nach realisierte ich, dass mich heute keiner schlagen kann. Ich hatte obwohl schon 5 stunden im Sattel noch immer so einen Druck am Pedal, dass ich mich fast nicht zügeln konnte. Nach 10 Kilometer holten wir Kevin wieder ein. Die Verfolgergruppe, mit dem Gesamtführenden, war drei Minuten zurück und so wusste ich, dass von hinten nichts mehr kam. Einzig der Sprint machte mir Sorgen, da es einen Kilometer vor dem Ziel durch ein Sandloch ging. Acht Kilometer vor dem Ziel ging Hasi verloren und so blieben nur noch Mike und ich übrig. Ich fuhr die ganze Zeit vorne, ich war mir zu 100 % sicher, dass er mich nicht schlagen kann, denn sein Gesicht glich einem Geist. Die letzten zwei Kilometer vor dem Ziel auf einem kleinen Hügel beschleunigte ich ein wenig und schon war ich weg. Die letzten Meter fuhr ich Vollgas und genoss jeden Moment. Es schossen mir die Bilder vom letzten Jahr durch den Kopf, als ich weinend im Ziel gesessen und vorlauter schmerz schrie. Das es jetzt so ein Happy-End gibt, hätte ich mir nicht zu träumen gewagt. Beni fuhr hinten in der Verfolgergruppe ins Ziel und blieb gesamt fünfter. Ich sechster. Aber wir haben nun was wir wollten, unseren Etappensieg. Das wir hier so gut abschneiden, hätten wir wirklich nicht für möglich gehalten. Was auch noch zu erwähnen ist, es war der erste Sieg für einen Fahrer mit einem 26er, also Gnade Gott wenn Beni und ich nächstes Jahr mit einem 29er anreisen.

Christoph Sokoll gewinnt die 7. Etappe bei der Crocodile Trophy 2011

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Nun liege ich im Schatten des einzigen Pubs hier in Laura (eine Stadt mit 60 Einwohnern). Heute wird’s mal ne richtige Party geben, soviel ich sicher. Beni hat schon mal die Kiste Bier aus dem Kühltruck geholt.

Da wir ja schon seit über einer Woche keinen Kontakt mit unseren Familien hatten, wollen wir an dieser Stelle mal alle grüßen. Beni seine Lisa, Eltern, Freunde und auch ich meinen Schatz Denise, meinen Bruder, Eltern und alle die mich kennen. Wir wollen nur sagen, „haha, wir haben 40 grad!“

 

Die Crocodile Trophy und der härteste Tag in unserem Leben! Crocodile-Trophy-Tag 6

Beni und ich sind in unserer Karriere sicherlich schon über 1000 Rennen gefahren, bei jedem Wetter, jede Länge, bei hartem Renntempo. Oft sind wir kaputt in unseren Zimmern gelegen oder auf den letzten Kilometern eingebrochen. Aber dieser Tag heute stellt alles in den Schatten. Das ich diese Zeilen überhaupt schreiben kann, verdanke 5 Dosen Red Bull und 3 Dosen Cola, die ich mir im ziel auf ex hineinschüttete. Doch zurück zum Anfang.


Die Crocodile Trophy und ihre längste Etappe

Heute stand also die längste Etappe mit knapp 190 Kilometern Schotter und Rumpelpiste auf dem Programm. Schon beim Frühstück um 5 Uhr morgens, hatte es 28° Celsius. Beim Start um sieben 35°C. Im Laufe des Tages ging es dann auf über 40°C im Schatten rauf. Gleich von Beginn an schnelles Tempo, viele Attacken (unglaublich angesichts der Länge der Etappe). Auch Beni und ich fuhren immer wieder in den verschiedensten Spitzengruppen. Bis sich nach 50 Kilometern die entscheidende Gruppe mit mir, Beni, Hasi und Kevin Hulsmans bildete. Dahinter die Top-Gruppe der Biker. Obwohl wir wussten das wir ins verderben fuhren, drückten wir ziemlich auf die Tube. Nach 70 Kilometer hatte Kevin leider einen Defekt und Hasi konnte unser Tempo auch nicht halten. Somit waren wir zu zweit an der Spitze des Rennens und fuhren ein Paarzeitfahren runter (obwohl ich zugeben muss, dass Beni mehr druck am Pedal hatte als ich). Wir hatten ständig 4 Minuten Vorsprung auf die 5 Verfolger.

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Christoph und sein Schatten Kevin Hulsmans

Bei einer Flussdurchfahrt, knapp einen Meter tief, sahen wir die Depot-Trucks mit unseren Trinkflaschen. Die waren hängen geblieben. Das hieß nichts Gutes. Denn ohne Getränke verreckst du bei 40°C. Nach 130 Kilometer holten uns Jerome, Urs Huber und Mike ein. Ich fuhr sofort mein eigenes Tempo um auch irgendwie ins Ziel zu kommen. Beni allerdings blieb dran. Mike und Urs hatten ebenfalls Defekte und von hinten kam noch Wolfi Krenn zu mir. Somit waren wir vier Mann hinter den beide Spitzenreiter Jerome dem Milkamann und Beni. Schön langsam schoss in meinen erhitzen Schädel, dass es kein Depot mehr geben wird und es waren noch 60 Kilometer zu fahren. Huber fuhr wieder mal sein eigenes Rennen und so waren wir zu dritt (Wolfi, Mike und ich).

Wasserknappheit bei der längsten Etappe der Crocodile Trophy

Wir fuhren sage und schreibe 30 Kilometer ohne einen Tropfen Wasser.  Ich glaube wir sind zwischenzeitlich fast gestanden, so langsam fuhren machten wir. Jeder war kurz vor dem Kollaps. Zum Glück bekamen wir dann vom Renndirektor ein bisschen Wasser und so retteten wir uns irgendwie ins Ziel. Auch  Beni wurde das Wasserproblem zum Verhängnis und 5 Kilometer vor dem Ziel, brach er fast zusammen und verlor noch mehr als 6 Minuten auf dem Etappensieger Jerome. Ich glaube, sie können sich nicht vorstellen, wie wir heute gelitten haben. Die letzten 30 Kilometer fuhr ich glaube in Trance. Das Ergebnis und die Performance von uns kann sich mehr als sehen lassen. Beni zweiter und ich vierter. Und das auf einer Etappe, die in die Geschichte der Crocodile Trophy eingehen wird.


Morgen geht es bei der Crocodile Trophy auf die Etappe die ich fürchte.

Ich sitze jetzt in irgendeinem Versorgungstruck im Schatten, trotzdem bin ich schweissgebadet wegen der Hitze die hier in Mount Mulgrave (keine Stadt auch kein Dorf, nur einer unbesetzte Rangerstation) herrscht. Ich werde mich mal eine runde aufs Ohr hauen und dann wird beim Abendessen geschaufelt und nochmals geschaufelt. Und zum Glück haben Beni und ich noch bevor wir jetzt zwei Tage in der Pampa sind, noch zwei Lagen Bier im Kühltransporter eingebunkert. Morgen geht’s dann nach Laura, genau jene Etappe die mir letztes Jahr zum Verhängnis wurde. Also werde ich morgen jede Flussdurchfahrt „easy“ angehen. Außerdem weiß ich sowieso noch nicht welcher Kran mich morgen auf mein Bike heben wird, aber ich glaube da geht es denn meisten anderen Teilnehmern der Crocodile Trophy ähnlich oder noch schlechter.

Crocodile Trophy Tag 5 oder wer sein Bike liebt, schiebt
(22. Oktober)

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Unter diesen Motto waren Beni und ich heute als Team unterwegs. Schon bei der gestrigen Besprechung wurde darauf hingewiesen, dass von Kilometer 20 bis 35 extreme Up und Downhills auf uns warten. Da Beni und ich ja richtige Abfahrtskünstler sind, beschloss ich gleich am Start mein Glück in einer Flucht zu versuchen.

Bei der Crocodile Trophy müssen die Bikes auch mal getragen werden

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Zusammen mit meinem gleichgesinnten Downhillkünstler Kevin Hulsmans und 2 Australiern konnte ich mich gleich absetzten. Leider wurden wir mitten in den technischen Abfahrten von den 4 Mountainbike-Profis Huber, Milkamann, Muljens und Wolfi Krenn überholt. Ich riskierte bergab gar nichts, und fuhr teilweise wie auf Eiern runter. Bergauf musste die meiste zeit geschoben werden, und so gesellte sich auch Beni zu einem gemeinsamen 500 Meter langen Fussmarsch. Danach fuhren wir hinter der Spitzengruppe liegend zu zweit konzentriert aber sehr langsam die technische Abfahrt über Stock und  Stein.


Für den Kameramann der neben uns fuhr musste das wie eine Komödie gewesen sein, wenn Beni und ich uns gegenseitig mit unseren Abfahrtskünsten übertrafen. Wer glaubt wir wären die schlechtesten Abfahrer im Feld, da gibt es ganz andere Kanditaten, wie die belgische Straßenprofis Huub Duyyn und Kevin Hulsmans. Da müssen sogar wir lachen. Man sieht halt sofort wer von der Straße kommt und wer am Bike zu hause ist. Wenn das spiel umgedreht wäre und wir würden den Glockner runterfahren, dann würden die Biker eine ähnliche Figur machen wie wir hier.

Bei der Crocodile Trophy auch mit dem Kopf fahren

Heute  wollten wir einfach kein Risiko eingehen, denn nach Kilometer 35 ging es auf teilweise besseren Straßen ins Ziel und wir lagen ja noch immer hinter der Spitzengruppe auf Positon Fünf und Sechs. Kurz vor Ende der technischen Sektion, hatte Beni dann leider einen Hinterraddefekt. Ich wartete natürlich auf ihn, da war ja uns bei der Crocodile Trophy gegenseitig als Team in guten wie schlechten Zeiten zur Seite stehen.

Ein spitzer Stein, ist durch seinen Mantel gedrungen und da auch der 1. Reserveschlauch kaputt war, verloren wir jede menge zeit. Nach ca. 10 Minuten herumwerkeln, konnten wir endlich weiterfahren.  Wir holten Fahrer um Fahrer wieder ein, und fuhren ein zügiges Rennen in einer Fünf-Mann-Gruppe ins Ziel. Ich weiss nicht wieviel wir heute verloren haben, aber Etappensieg war heute sowieso keiner für uns drinnen und Gesamt ist es ziemlich egal ob wir Fünfter, Sechster oder Achter sind.


Die Crocodile Trophy Stage 6 sollte uns mehr liegen

Morgen ist dann wieder eine Etappe für uns. 190 Kilometer ohne technische Passagen. Unsere Beine sind noch fit, obwohl wir gestern Abend bei uriger Live-Musik einer australischen Hinterlandband das Tanzbein mächtig geschwungen haben.  Und jeder der Anwesenden hat befunden, dass das Team Eybl nicht auf dem Bike gute Figur macht sondern auch am Parkett. Genau diese einzigartige Atmosphäre macht die Crocodile Trophy aus. Auch heute übernachten wir irgendwo neben einer verlassenen Rangerstation. Außer unserem Tross ist weit und breit gar nichts. Ah-ja, und wir haben jetzt endlich die 35 Grad im Schatten die wir uns gewünscht haben.

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