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Kampfsport

Fit mit Kampfsport: Hau hin!

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Wer Sport treibt, weiß es ganz genau: Manchmal muss man kämpfen! Sei es gegen den sportlichen Konkurrenten oder gegen die Uhr – gegen die Anstrengung oder die Unlust an einem faulen Tag.

Die Kunst zu kämpfen ist seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt verbreitet, von Asien über Europa bis in die USA und Brasilien geht es den Aktiven dabei um sportlichen Wettkampf – aber auch um Wohlbefinden, körperliche Fitness und Kraft für Alter und Alltag.
Weltweit sind etwa 150 Millionen Menschen im Kampfsport aktiv;  in Österreich werden in acht Kampfsportarten offizielle Staatsmeisterschaften ausgetragen, als Sportart anerkannt sind insgesamt 13 verschiedene Formen, sich im Zweikampf zu messen.
Aber was ist der Reiz an diesen intensiven Sportarten, der auch in unserem Land Tausende Hobbysportler anzieht? „Beim Kampfsport werden durch die Vielzahl der verschiedenen Bewegungen neben Schnellkraft, Kraftausdauer und Kondition auch die koordinativen Fähigkeiten und speziell das Reaktionsvermögen geschult“, sagt der Sportwissenschaftler Andreas Vock, Ausbilder an der Bundessportakademie (BSPA) in Wien. „Das Training beugt muskulären Dysbalancen vor, der Körper wird aus dem Rumpf heraus gestärkt und somit im Zentrum ­stabilisiert.“
Na, das kennen wir doch: Auf einer ähnlichen Philosophie der „Kraft aus der Mitte“ basieren Trainingsmethoden wie Pilates oder Yoga. Wer‘s zackiger haben will: Zu erreichen ist eine fundierte körperliche Balance eben auch mit Judo, Karate oder Kung-Fu – Kampfsportarten, die bis ins hohe Alter betrieben werden können.

GANZHEITLICHES TRAINING
Gerhard Wilde ist Inhaber einer Taekwondo-Schule in Wien. Der mehrfache österreichische Staatsmeister (5. Dan) hebt auch die Vielseitigkeit seiner Sportart hervor, die als die Kampfkunst mit der höchsten Dynamik gilt: „Im Vergleich zu zyklischen Sportarten bietet Taekwondo­ eine ganzheitliche Trainingsmethode. Der Körper wird komplett durchgearbeitet, er bleibt beweglich und entspannt, man fühlt sich erfrischt und wachsam. Nach einer guten Einheit kommt es mir im Straßenverkehr manchmal so vor, als hätte ich auch hinten Augen ...“
Diese mentale Komponente wird gern belächelt, spielt aber eine tragende Rolle. In vielen asiatischen Kampfsportarten wird bei Gürtelprüfungen der sogenannte „Bruchtest“ verlangt – das Zerschlagen von harten Gegenständen wie Brettern oder Ziegelsteinen.
Was brachial anmutet, ist dabei nur eine Frage der Technik sowie der richtigen Portion Selbstbewusstsein und Konzentration. Unterstützt wird dies durch einen Kampfschrei, der im entscheidenden Moment die Verbindung zwischen Körper und Geist darstellt und eine optimale mentale wie physische Fokussierung garantiert. Das ist hilfreich – beim Bruchtest, aber auch im sportlichen Wettkampf.
Für viele ist der Wettkampf genau das, was sie vom Kampfsport fernhält. Dabei ist für einen Großteil der Aktiven nicht der Kampf, sondern das Training das wesentliche Element. Und zum Kämpfen wird niemand gezwungen.

FITNESSSPORT KICKBOXEN
„Wenn im Kickboxen 300 Leute trainieren, sind davon 290 reine Fitnesssportler und zehn von ihnen interessieren sich vielleicht ab einem gewissen Trainingslevel für den Wettkampfsport“, so Ernst Dörr, Technischer Direktor des Österreichischen Bundesverbandes für Kickboxen. „Wir haben bei uns auch Architekten und Galeristen, die sich beim Kickboxen ihre Fitness für den Alltag holen. Die wollen wir nicht mit einem blauen Auge zu einer Vernissage schicken. Richtig zu kämpfen ist nur für einen geringen Prozentsatz interessant, und der wird bestens ausgebildet, ehe es in den Ring geht.“
Es ist also egal, ob Boxen oder Taekwondo, ob Karate oder vielleicht das spielerische Capoeira aus Brasilien – vielen Kampfsportlern geht es vor allem um ihre Fitness. Und das funktioniert; nicht umsonst wurden bei Kursprogrammen wie Tae-Bo Einflüsse aus diversen Kampfsportarten mit Aerobic-Komponenten zu einem effizienten Workout ­kombiniert.

PROFIT FÜRS GANZE LEBEN
Darüber hinaus bringt das ganzheitliche Kampfsport-Training auch Vorteile in anderen Sportarten und Lebensbereichen mit sich: Rumpfkraft und Schnelligkeit sind bei Sprints und Sprüngen hilfreich, die Konzentrationsfähigkeit hilft beim Lernen oder gedanklichen Arbeiten, beim Snowboarden, Skifahren und vielen anderen Aktivitäten eröffnen koordinative Fähigkeiten wie die zeitliche Orientierung im Raum oder ein verbessertes Gleichgewichtsgefühl neue persönliche Möglichkeiten.
Das in fast allen Kampfsportarten essenzielle Dehnen von Bändern und Gelenken beugt außerdem zahlreichen Verletzungen vor. Und wenn trotzdem mal was reißt? Dann – so behaupten nicht ganz ernst gemeinte Stimmen – sind die Bänder wenigstens lang genug, damit die Ärzte einen Knoten in die Sehnen machen können.

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