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Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät

Artikel vom:

Böse Zungen behaupten, dass manche Biker mehr Zeit mit ihrem Rad als mit ihrem Lebenspartner verbringen. Sicher jedenfalls stimmt, dass der Besitz eines liebgewonnenen Sportgeräts Emotionen weckt. Wir präsentieren 5 leidenschaftliche Biker mit Einblick in ihre „Zweier-Beziehung“.

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Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät / Bild: Glen Delmon Photography

ALBAN LAKATA - EIN PLATZ IM MUSEUM

„Bikes kommen und gehen im Leben eines Profimountainbikers. Ich würde mein jeweiliges Bike daher immer als bloßes Arbeitsgerät bezeichnen. Und trotzdem: Mein Canyon Exceed CF SLX, ein Prototyp des Modelljahres 2016, das ich im Vorjahr fuhr, war schon etwas ganz Besonderes für mich. Ich kann mich noch gut an die erste Ausfahrt erinnern – ich habe mich sozusagen auf Anhieb in dieses Rad verliebt. Und die Resultate gaben meinem Gefühl recht: Das Bike fuhr mich nicht nur zum Weltmeistertitel, sondern auch zum Streckenrekord beim legendären Leadvill 100. So was bleibt schon ewig in Erinnerung. Selbst Hersteller Canyon hat ein spezielles Platzerl für dieses Bike eingerichtet und es als Schaustück ausgestellt."

Alban Lakata, 36, aus Lienz (T)

Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät / Bild: Daniel Roos

VALERIE HÖLL - RITT AUF DEM "WEISSEN TIGER"

„Ich glaube, jeder Mountainbiker hat einen speziellen Bezug zu seinem Rad. Man erlebt einfach so viele coole Momente damit, ob es jetzt Resultate bei einem Rennen sind oder man damit neue Trails fährt. Eine Zeit lang gaben wir unseren Bikes sogar Namen. Ich erinnere mich, dass meine Mama ihr Bike ‚Siegfried' taufte, meine Firmpatin Angie Hohenwarter ihres ‚Roy' und ich nannte meines ‚Montecore', nach dem weißen Tiger des berühmten Magierduos. Mein aktuelles Downhill-Racebike von YT hat zwar keinen speziellen Namen mehr, aber es ist dennoch etwas ganz Besonderes. Schließlich habe ich damit letzten Sommer die Rookie-Worldchampionship gewonnen."

Vali Höll, 14, aus Saalbach Hinterglemm (S)

Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät / Bild: privat

BERND PROROK - TREUER BEGLEITER RUND UM DIE WELT

„Mein Bike hat mir einzigartige, unvergessliche Situationen und Erfahrungen ermöglicht. Ich würde behaupten, durch mein Rad habe ich mich erst selbst richtig kennengelernt. Mein Focus Raven Pro, ein 26-Zoll-Hardtail 2008, hat mich nämlich auf außergewöhnlichen Abenteuern und Reisen begleitet, durch Afrika, Nord- und Südamerika, Süd- und Westeuropa. Das Foto entstand im äthiopischen Hochland. Dass eine besondere Verbindung zwischen mir und meinem Bike bestehen muss, beweist mir auch folgendes Erlebnis: Vor wenigen Wochen wurde es mir gestohlen – ein paar Tage später stellte es der Dieb, offenbar reumütig, zurück. Man könnte fast glauben, mein Bike hat sich selbst den Weg zu mir nach Hause gesucht ...”

Bernd Prorok, 36, aus Graz (St)

Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät / Bild: Thomas Polzer

MANFRED HEILING - LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK

„Eigentlich sehe ich mich als eher pragmatischen Biker. Und vernünftigerweise hatte ich für heuer auch keine Neuanschaffung geplant. Aber als mir dann mein Händler sagte, ich sollte nur mal kurz in eine Schachtel schauen, da war es aus und vorbei mit der Vernunft: Es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick – ich hab das Centurion Backfire Carbon Edition vom Fleck weg gekauft. Und jetzt freu ich mich riesig auf die ersten Rennen – aber besonders mein eigenes: den Pöllauer MTB-Marathon, den ich jährlich veranstalte – und den ich diesmal auf meinem Backfire mitfahre."

Manfred Heiling, 44, Pöllauer Tal (St)

Personality: 5 Mountainbiker und ihr Sportgerät / Bild: Thomas Polzer

GÜNTHER JANGER - DOCH NUR EIN TESTGERÄT

„Mein jeweils aktuelles Bike hat immer einen vielfältigen Charakter für mich: Es ist Freizeitgerät, Fitnessgerät und Testgerät in einem. Als Radhändler muss man natürlich immer auf dem Laufenden sein und selbst ausführlich testen, was auf den Markt kommt – erst recht als Technikfreak, der ich nun mal bin. Aktuell will ich einem Specialized Epic S-Works mit elektronischer DI2-Schaltung näher auf den Zahn fühlen. Was ich damit genau anstellen werde, wird sich noch weisen – mein Highlight der letzten Jahre war jedenfalls die Transalp Challenge von Mittenwald nach Riva mit ca. 700 Kilometern und 21.000 Höhenmetern in acht Tagen. Mein damaliges Bike hat diese Herausforderung fürs Material tadellos bestanden – und nichts anderes erwarte ich mir auch von meinem neuen Testbike."

Günther Janger, 73, aus Gratwein (St)

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